Und wieso das ganze Dorf nun über meinen Hund spricht
Da ich diesen Sommer in meinem Urlaub nicht nach Ägypten fliegen konnte und bekannter Weise ja auch demnächst ausziehe (und zwar schon übermorgen!), haben meine Familie und ich beschlossen, noch einen schönen Urlaub in Deutschland zu verbringen. Da Ostsee und Nordsee jedoch kurzfristig zu teuer und auch zu 99% ausgebucht waren, beschlossen wir, wie auch letztes Jahr, in die Nhe von Leipzig zu fahren. Uns hat die Umgebung sehr gefallen, denn es gibt viele Wälder und Badeseen.
Über Airbnb hab ich eine echt coole Unterkunft gefunden und zwar eine Ferienwohnung in einem Schloss!
Auf der einen Seite echt gruslig aber auf der anderen Seite auch mal etwas, was man nicht immer hat.
Vor allem die Beschreibung der Anlage hat mich überzeugt: Schlosspark, der zum Hundespaziergang, Grillen oder Pick-Nick einlädt. Direkt um die Ecke ein Steinbruch zum Baden, sowie zwei große Badeseen mit großzügigen Hundestränden.
Auch die Family war schnell überzeugt und der Urlaub gebucht.
Ganz ehrlich, der Urlaub lenkte mich auch ein wenig von meiner immer stärker werdenden Einsamkeit ab.
Ich weiß, dass ich im Kreise der Familie nicht alleine bin aber es fehlt einem doch ein großes Stück vom Herzen, wenn der Partner so unglaublich weiter weg ist.
Als wir im Schloss ankamen und freundlichst empfangen wurden, stellte sich heraus, dass unsere Ferienwohnung zwei Zimmer mit jeweils einem Badezimmer sind, was an sich aber nicht schlimm war, denn mein Vater und seine Frau hatten die "Hochzeitssuite", in der es auch eine Küchenzeile und einen Tisch mit 4 Stühlen gab. Das ganze Schloss befindet sich noch in Renovierung und uns wurde sogar empfohlen, das Schloss mal ausgiebig zu erkunden. Das heißt: Wir erforschten riesige wunderschöne Räume, die gerade renoviert (oder eher saniert) werden, den großen beeindruckenden Dachstuhl (mit weiteren kleineren Treppen immer weiter höher wie in einem Kirchturm) und den noch tiefer gebaggerten Keller. Ich denke, am besten bekommt ihr einen Eindruck davon, wenn ich euch ein paar Bilder zeige:
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Bei gefühlten 1000°C im Schatten haben wir uns jedoch die meiste Zeit am Badesee aufgehalten, denn wie schon erwähnt, ist mein Hund Balou ein leideschaftlicher Schwimmer und der Urlaub vergangenes Jahr hat ihm so viel Freude bereitet, dass er am Abend den Hundestrand gar nicht wieder verlassen wollte. Der ist zu einer richtigen Wasserratte mutiert und auch wir hatten bei dem Wetter echt nichts gegen eine Abkühlung,
Was uns dieses Jahr jedoch besonders überrascht hat, war dass Balou plötzlich anfing, nach Steinen zu tauchen.
Und er hörte gar nicht wieder damit auf. Schnell wurde er natürlich zum Blickfang aller Menschen um uns herum und Balou war so in einem Element, dass er nicht mal mit anderen Hunden spielen wollte, nein, er knurrte sogar, wenn ihm einer beim Steinetauchen zu nah kam. Für uns war das natürlich sehr amüsant, außer wenn er seine Steine stolz auf unsere Decke legte. Das tat er natürlich mit Vorliebe dann, wenn wir alle im Wasser waren als wüsste der Arsch ganz genau, dass wir ihn dann nicht davon abhalten könnten und umso lauter wir "Nein!" riefen, desto breiter machte der pitschnasse Hunde sich auf unserer Decke inkl. Schütteln und Rumwälzen. Na vielen Dank auch. Manchmal brachte er auch Stöcker an die Wasseroberfläche oder tauchte mehr als 10 Sekunden. Bis jetzt tut er das aber nur in der Tiefe, wo er selbst noch stehen kann aber ich hab mich jedes Mal totgelacht, wenn er einfach in den See stolziert und da ein bisschen herum gluckert, einen Stein aus dem Wasser fischt und stolz ins hohe Gras nebenan schleppt.
Tatsächlich war Balou auch wahnsinnig artig während wir am See waren. Zu 90% lag er ohne Leine bei uns und ja, wie schon erwähnt, stolzierte er manchmal von alleine in den See. Meistens wartete er jedoch, bis einer von uns einen Stein oder Stock warf (oder so tat) oder selbst mit ins Wasser kam, denn dann schwamm der Hund auch gerne mal ein ganzes Stück neben einem her (auch wenn er uns manchmal mit einer Boje verwechselte und halb die Haut vom Knochen kratzte).
Das einzig negative an der ganzen Geschichte ist, dass der Hund nach seinen zahlreichen See-Abenteuern riecht wie ein verwester See-Otter und man nichts gegen diesen Geruch machen kann (und nein, es ist gewiss nicht der typische "Nasse-Hund"-Geruch).
Als wir den einen Tag am Steinbruch schwimmen waren, war Balou mit seinen Tauchkünsten auch wieder der Hingucker des Tages (na immerhin gucken sie nicht, weil er so unfassbar unerzogen ist, haha) und als wir heute zum Abschied noch einmal tauchen wollten, hörte ich zwei Frauen miteinander sprechen: "Guck, das ist der tauchende Hund!".
Hey Balou, du wirst ja richtig fame.
Wer Balou mal in Tauchaction sehen will, kann ihm gerne bei Instagram folgen (Ja, ich habe meinem Hund einen Instagram Account gemacht) und die Gründe dafür findet ihr auch in seinen Bildern beschrieben.
Balous Instagram
Auch Soltan war vollkommen begeistert, als ich ihm ein Video vom tauchenden Balou geschickt habe. Er meinte, er hätte noch nie in seinem Leben einen tauchenden Hund gesehen aber naja, sonderlich viel Zeit verbringt er ja jetzt auch nicht gerade mit Hunden haha.
Was unsere Papiere und das Visum betrifft: Da müssen wir wohl noch ein Weilchen warten, denn laut dem Bundesverwaltungsamt in Köln sind die Original-Papiere nicht mal in Deutschland, also auch noch weit entfernt von meiner Ausländerbehörde. Hach, ich will einfach nur noch, dass das Warten ein Ende hat.
Bis dann,
eure Lorena