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Europapark & Rulantica

6. Juni 2022

Weil Momente wie diese für die Ewigkeit im Herzen bleiben

Wie ihr sicherlich wisst, sind meine besten Freunde die absoluten Freizeitpark-Fanatiker und hin und wieder hänge ich mich mal an und begleite sie. Auf dieses Wochenende habe ich mich jedoch schon ewig gefreut, da mein letzter Europapark Besuch 6 Jahre zurück lag und ich bisher noch nie im Wasserpark "Rulantica" war. 6 Freunde, 3 Tage Freizeitpark-Spaß mit Übernachtung in einem tollen Apartment inkl. Frühstück, Cocktailabende in den Europapark-Hotelbars und fantastisches Essen. Seid ihr bereit? Dann kann es ja losgehen.


Wie das so ist, wenn man mit Freunden verreist, wird ja schon die Fahrt zu einer Gaudi. Am Mittwoch nach der Arbeit kamen Denise, Marcel und Kevin zu mir, um mich abzuholen. Gut, wir starteten dann mit unserem Bus aber trotzdem bezeichne ich es als abholen. Unser Bus ist ein Mercedes Van, da wir jedoch schon seit meiner Kindheit immer mal wieder einen Van hatten, etablierte sich bei uns das Wort "Bus". Und irgendwie ist so ein Gefährt mit 8 Plätzen ja auch ein Bus. Dann ging es zu Kevin nach Hannover, dessen Eltern uns zum Grillen einluden. Herrliches Wetter, lustige Gespräche und ein bevorstehender Kurztrip mit den liebsten Menschen, hach, mir pocht schon wieder mein Herz, wenn ich daran zurückdenke.

Weniger schön war, dass es am nächsten Morgen schon um 4: 00 Uhr los auf die Autobahn ging. Da Marcel sich jedoch freudig als Fahrer anbot, konnte ich noch einige Stunden im Auto schlafen, bevor wir gegen 8:00 Uhr erst einmal an einer Raststätte frühstückten. Und da gab es sogar einen Kicker-Tisch, an dem man kostenlos spielen konnte! Hah, das konnte ich mir natürlich nicht nehmen lassen. 😜


Gegen 12:00 Uhr erreichten wir Rust und somit Rulantica. Voller Vorfreude stratzen wir, klassisch mit Handtuch umgewickelt (so im Ägypten-Stil) in das Badeland. Gut, meine Freunde hatten eine Schwimmtasche gepackt, die waren besser vorbereitet. Beim Einlass erhielt jeder von uns ein Armband mit einem Chip dran. Auf diesem ist ein "Guthaben" von 150€ enthalten und bezahlen geht somit ganz einfach: Chip scannen und bei Verlassen des Parks dann bezahlen. Der Chip öffnete jedoch auch noch das eigene Schließfach und ich war mal wieder begeistert vom 21. Jahrhundert. Früher in Hildesheim gab es noch Schlüssel, die man sich irgendwie umbinden musste und wenn du was kaufen wolltest, musstest du eben wieder zu den Kabinen latschen und dein Geld holen. Schnee von gestern! Der Wasserpark war nur schwach besucht, immerhin war es aber auch ein Donnerstag außerhalb der Ferien (wer plant so etwas schon an einem Wochenende?). Mit 25 Rutschen und Attraktionen konnte der Spaß dann losgehen! Ähnlich wie in den heutigen Aquaparks sind die meisten Rutschen mit Reifen zu bezwingen. Besonders gefällt mir daran, dass man eigentlich jede Rutsche auch im Doppelreifen fahren kann, macht einfach mehr Spaß. Weniger Spaß macht es, die 100 Treppen hoch zu marschieren aber das gehört eben dazu und mittlerweile ist das für mich auch gar kein großer Kraftakt mehr. Zumindest brauche ich kein Sauerstoffgerät mehr, wenn ich oben angekommen bin 😉.


Neben den Rutschen gab es auch noch einen Schnellstrom, den man ohne Reifen bezwingen musste. Obwohl man dabei fast ertrinkt und 5 Liter Chlorwasser inhaliert, konnten wir nicht genug von der Sause bekommen. Auch lustig war die Wettrenn-Rutsche, bei der aber irgendwie ganz klar die eine Bahn gewonnen hat. Oder das Duo, was eine Sekunde früher los kommt. Ausreden gibt es immer. Dann gab es noch eine Half-Pepe-Rutsche, die wir zu 4. gefahren sind. Erst dachte ich, dass das ja ganz angenehm wäre, bevor es plötzlich mit einem Satz nach unten ging und dann bis fast unter die Decke. Ich bin da auch ein absolutes Schrei-Kind, ich muss kreischen als wenn jemand mit der Kettensäge hinter mir her ist. Aber wenn man draufgehen sollte, dann wenigstens mit Getöse.


Nach der ersten Eskalation im Wasserpark folgte erstmal das Mittagessen. Ungesunde Burger am Automaten auswählen, Chips davor halten und die Wunschnahrung am Tresen abholen. Perfekt. Und eines muss ich zu Beginn direkt sagen: Das Essen im Rulantica und auch Europapark ist echt lecker!

Nun wurde es aber auch Zeit für den ersten Cocktail, denn haltet euch fest: Es gibt Swim-Up-Bars! Ja, man kann seine Cocktails im Wasser trinken und nicht nur das, die schwimmenden Becher kann man überall mit hinnehmen. Ins Außenbecken und sogar auf die "Reifenfahrt". Das ist so typisch Europapackmäßig eine Tour mit einem Reifen durch Höhlen etc. Zwar steht dort, dass Speisen, Handys und Getränke nicht erlaubt sind, nach unserem freundlichen Fragen durften wir die Cocktails jedoch mitnehmen. Mein bester Freund an diesem Tag hieß: Pina Colada. Und mein Handy hatte ich natürlich auch dabei, zum ersten Mal mutig in einer Wasserschutzhülle. Das hatte ich schon für Ägypten öfters überlegt, mich jedoch nie getraut. An diesem Tag brauchte ich mein Handy aber, um meinen Zucker zu überwachen. Ganz klar, dass wir somit auch viele Fotos gemacht haben.


Draußen gab es nicht nur ein Außenbecken mit Bar, sondern auch einen riesigen Wasserspielplatz. Das Wetter strahlte mit 28 Grad und es war einfach nur perfekt. Vor allem, wenn man noch so schön Kind im Kopf ist und jeden Wasserbehälter auf andere Gäste auskippen muss. Gegen 19:00 Uhr legte noch ein DJ draußen auf, nachdem wir unser Abendessen eingenommen hatten. Die anderen wählten Pizza und Pasta, für mich gab es Salat mit Garnelen, wir wollen ja mal auf dem Boden bleiben. Rulantica hat bis 22:00 Uhr geöffnet. Nach unserem 3. Cocktail im Blubberbecken, wo ich mich todesmutig auf den großen Blubberhaufen stürzte, entschieden wir jedoch schon gegen 21:00 Uhr die Reise zum Apartment anzutreten.  Da unsere Freunde aus Holland direkt zum Wasserpark kamen, nahmen wir sie auf der Rückfahrt mit. Wozu hat man denn so ein großen Auto? Nun saßen wir zu 6. in unserem hübschen Zimmer, pumpten fleißig die Luftmatratze für mich auf (denn sie hatten das Zimmer zu 5. gebucht, bevor ich mich angehangen hatte) und quatschten noch ein wenig bevor wir tief und fest einschliefen. Immerhin wartete am nächsten Tag ja ein noch viel anstrengenderer Tag auf uns.

Der Wecker klingelte am Freitag eindeutig zu früh, jedoch mussten sich 6 Personen in einem Zimmer mit nur einem Badezimmer fertig machen. Ich funktionierte dann die Küchenzeile zum neuen Spa-Bereich um, bevor es runter zum Frühstück ging. Das "Hotel Avalon" wird von einer Familie geführt, die Zimmer sind wie kleine Apartments und in der "Lobby" gibt es ein leckeres Frühstücksbuffet. So startet man doch schon mal gut in den Tag und wird dabei noch herzlichst von der Familie begrüßt. So etwas mag ich gerne. Genau so wie einen Kaffee am Morgen.


Nachdem wir uns alle gestärkt hatten, fuhren wir mit unserem Bus zum Park und freuten uns wie Honigkuchenpferde, als wir den Eingang vom Park erreichten. Als erstes ging es nach Einlass in die Attraktion "Voletarium". Meine Freunde prophezeiten mir bereits, dass ich es lieben würde und ja, das tu ich. Einen Flug über Europa in einer Art Kinosaal mit XXXXXL Leinwand und Sitzen, die sich "in der Luft" bewegen. Dazu Nebel und Duft, super! Naja und dann ging es natürlich erstmal in die ganzen Achterbahnen. Mit einer hübschen, pinken Vomex Tablette intus bezwang ich mutig die Achterbahnen. Gut, ich kenne die ja nun auch schon, von daher war es nicht so "oh Gott oh Gott" aber mein Magen macht diesen Spaß leider einfach nicht mehr so mit. Da reicht mittlerweile schon Schaukeln im Kindergarten. Am besten Gefallen hat mir glaube ich unsere Raifting Tour, weil wir so richtig nass geworden sind. Und damit meine ich auch so RICHTIG! Gut, dass wir 32 Grad und knalligen Sonnenschein hatten. Der Park war so gut wie leer, nirgends mussten wir länger als 5 Minuten warten, höchstens mal 10 Minuten bei Silver Star und dennoch ist der Park so unglaublich riesig, dass wir nicht alle Attraktionen an einem Tag fahren konnten. Mittags aßen wir Fisch im Themenbereich "Skandinavien", dazu für mich natürlich wieder einen Salat. Nicht, weil ich bloß kein Gramm zunehmen darf, sondern eher, weil die Poffertjes zuvor meinen Zucker schon wieder auf Hochtouren brachten. 😅 Der ist ja leider auch immer dabei und gibt seinen Senf dazu. Und Poffertjes scheint er nicht so zu mögen. Pech, ich aber. Etwas enttäuschend, dass man sie in Holland wohl scheinbar nicht mit Likör isst, so wie ich es sei jeher kenne aber gut, ohne war es auch in Ordnung.


Tag 1 ging damit zu Ende, dass wir in ein Restaurant gingen, wo wir uns noch mit zwei anderen "Freunden" trafen. Ich mag so etwas immer sehr gerne, neue Leute kennenzulernen. Deswegen habe ich ja auch meinen neuen Job als "Gästebetreuung" gewählt. Es gibt so viele spannende Geschichten hinter den Menschen zu hören, das fasziniert mich. Fasziniert hat mich auch, dass man in dem Restaurant alles per QR-Code bestellt und auch direkt mit Paypal bezahlen kann. 21. Jahrhundert und so. Das Essen war auch dort sehr lecker und nach dem Schmaus fuhren wir zum Parkhotel Colosseum, um dort in die Hotelbar einzufallen. Auch dort kamen noch mehrere dazu und es war sogar der DJ aus dem Rulantica wieder am Start. Nicht fehlen durfte natürlich mein Pina Colada, obwohl ich zunächst einen anderen Cocktail wählte, den ich in glorreicher Erinnerung hatte. Leider war der 1. total eklig und 2. hat er wirklich rein geknallt. Nach dem folgenden Pina Colada musste ich mir dann um 23:00 Uhr erstmal ein Eis holen. War eine super Idee. Anschließend wollte ich Popcorn, doch das schien es nirgends zu geben. Kevin begleitete mich auf meiner Suche und so zogen wir los durch die verschiedenen Hotels, erklimmten das Colosseum, fanden eine extrem unheimliche Kapelle und einen Wassertrimmpfad. Nur Popcorn fanden wir nicht.

Der Abend neigte sich dann gegen 1:00 Uhr dem Ende und wir kehrten beschwipst wieder in unser Apartment ein. Einschlafen funktionierte wieder wunderbar, was aber auch kein Wunder ist, wenn man 14000 Schritte geht.

Samstag klingelte der Wecker wieder um die selbe Uhrzeit. Schnell in den Spa, runter zum Frühstück und ab zum Europapark. Natürlich war uns bewusst, dass es an diesem Tag voll werden würde im Park, weswegen wir von Anfang an versuchten, Zeittickets für die großen Attraktionen zu buchen, also virtuell line. Da bekommt man dann eine Zeit vorgegeben, zu der man ohne groß anstehen zum müssen, fahren kann. In der Zwischenzeit fuhren wir Eisenbahn, Floßfahrt oder stellten uns bei Piraten von Batavia an, bevor wir das Mittagessen in einem asiatischen Restaurant einnahmen, in dem man sich seine eigene Bowl zusammenstellen konnte. Sehr lecker! Wie schon gesagt, das Essen im Park ist wirklich fantastisch. Auch heute hatten wir wieder herrliches Wetter, 26 Grad und Sonnenschein. Mein Highlight an diesem Tag bleibt, dass uns jemand in der Bar am Vortag gesagt hat, dass der Knopf in der einen Achterbahn "Arthur und die Minimoys" tatsächlich eine Bewandtnis hat. Da hat jeder Sitz einen Knopf, mit dem er an einer Stelle der Fahrt interagieren kann. Ich dachte immer, das sei nur ein Scherz also so aus Spaß an der Freude. Tatsächlich entschiedet aber die Anzahl der gedrückten Knöpfe darüber, wie der Verlauf der Fahrt aussehen wird. Hä? Also wenn man 1x pro Wagen drückt, vibriert der Sitz, ab dem 2. Mal drücken dreht sich der Wagen um 45 Grad. Bei 5x drücken fährt man rückwärts. Klar, dass ich wie besessen davon war, das auszuprobieren oder? Also anstellen, warten und ausprobieren! In einem Wagen sitzt man immer zu 4. also mussten wir vorher abkaspern, wer wie oft drückt, dass wir insgesamt nur 5x drücken. Meine Freunde entschieden, dass sie 1x drücken und ich sollte 2x drücken. Wir gelangten an die Stelle, wo der Knopf anfing zu leuchten und meine Freunde drückten im Chor "1!" und ich "1, 2!" und als die Wagen weiterfuhren, schrieen wir vor Freude auf, als sich unser Wagen tatsächlich drehte und wir rückwärts fuhren. Das war ein tolles Erlebnis und ich musste an diesem Abend noch öfters darüber sprechen.


Zum Abendessen ging es nach Parkschluss ins Hotel "Kronasar", welches zum Rulantica gehört. Dort reservierten wir einen hübschen Tisch und bestellten super leckeres Essen, für mich gab es eine Ofenkartoffel mit Salat und einen Pina Colada. In dem Restaurant war im hinteren Bereich eine Bar integriert und dort gab es Billard, Darts und Kickertische. Die mussten dann erstmal herhalten, nachdem wir aufgegessen hatten. Völlig k.o. nach den drei Tagen voller Action kehrten wir wieder ins Apartment ein und fielen in einen koma-artigen Schlaf. Am nächsten Morgen gab es dann ein letztes Mal ein ausgiebiges Frühstück, Smalltalk mit den Hotelbesitzern, da sie unsere "YouTuber-Freunde" erkannten und schon hieß es "Rückfahrt". Bei so einer 7-Stündigen Reise ist ein großes, komfortables Auto echt ein Luxus! Mittagessen natürlich ganz klassisch on the road bei Mc Donalds. Nachdem meine Freunde mich zu Hause abgesetzt haben, fuhren sie Kevin nach Hause und dann weiter nach Bremen. Auf mich warteten meine eigenen vier Wände und der Haushalt.


Zugegeben sieht es bei mir aktuell grausam aus. Völliges Umzugschaos. Aber schon übernächste Woche ist der Umzug. Dann lebe ich wieder minimalistisch in meinem hübschen Kellerzimmer, bevor es 6 Wochen später nach Ägypten geht. Ja, die Zeit rennt und manchmal würde ich gerne stehen bleiben und mich noch einmal umsehen aber darauf nimmt die Welt keine Rücksicht. Es geht nur nach vorne und so wird es auch immer sein. Nächste Woche bringe ich meine Katzen zu Denise und Marcel und obwohl ich mir 1000% sicher bin, dass es ihnen dort fantastisch gehen wird, blutet mir mein Herz beim Gedanken daran. Wer gibt schon gerne seine Tiere weg? Ich werde ja oft gefragt: "Macht dir das nichts aus?". Natürlich macht es mir was aus, natürlich macht es mich traurig. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass sie dort liebevoll umsorgt werden und Liebe verbreiten. Und darauf kommt es an, dass es den Tieren gut geht, ganz egal, was man sich für verrückte Pläne in den Kopf setzt. Und dafür habe ich sorgen können, dank meinen besten Freunden. ❤️


Bis zum nächsten Mal,

Eure Lorena

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