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Hurghada & El Gouna

24. März 2019

Die laute Stadt und die ruhige Oase

Hurghada

Ehrlich gesagt, sind diesen Urlaub so viele Eindrücke auf mich zugekommen, sodass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.
Zu Beginn schon einmal: Unser Trip nach Kairo folgt in einem einzelnen Post, da die Informationen und Bilder sonst den Beitrag sprengen würden. Ich beginne von Vorne und versuche mich an alles zu erinnern:

Mein Flieger ging um 17:40 Uhr mit Condor von Hannover nach Hurghada. Ja, ich muss gestehen, dass ich irgendwie immer mit Condor fliege, allerdings suche ich meine Flüge über Skyscanner aus, da man dort immer schauen kann, an welchen Tagen die günstigsten Flüge gehen und dann pickt man sich das alles so zusammen. Da ich bis jetzt jedes Mal mit Condor nach Hurghada geflogen bin, ist es aber auch schon eine Art Routine, ich brauche nur wenige Minuten um Flug, Gepäck & Sitzplatz zu buchen (Ja, ich brauche aufgrund meiner Reiseübelkeit immer einen Platz am Fenster) und weiß genau, wie alles abläuft. Gut, jetzt bin ich natürlich den ersten Tag erst Abends um 23:00 Uhr ägyptischer Zeit gelandet (wir haben nur 4 Stunden und 10 Minuten gebraucht!) aber wenn ich früh morgens fliege, dann hängt mir so dermaßen der Magen durch und spinnt rum, dass das dann echt kein Zuckerschlecken ist.

Bis jetzt habe ich für alle 3 Urlaube mit Condor für Hin- und Rückflug mit 20kg Gepäck, 8kg Handgepäck & Sitzplatz immer um die 400€ gezahlt, das ist also seit 2017 konstant geblieben. Allerdings außerhalb der Ferien und immer in den Wintermonaten.

Am Flughafen in Hurghada wurde schnell ein großer Vorteil klar, wenn man in der Nacht anreist: Der Flughafen wirkt fast wie verlassen, kurz nach uns kam noch eine weitere Maschine aus Deutschland an. Letztes Mal war es ja so dermaßen horrormäßig voll, da war kaum noch Platz in der Ankunftshalle vor der Passkontrolle. Dieses Mal bin ich in 10 Minuten durch alles durchgekommen. Tja, und dann musste ich tatsächlich 30 Minuten auf meinen Koffer warten, schade.

Ich kam aus dem Flughafen raus und suchte unter all den ägyptischen Männern das Gesicht meines Freundes. Und da war er auch schon, in der ersten Reihe und kam strahlend auf mich zu. Er drückte mir eine Blume in die Hand und nahm mir meinen Rucksack und Koffer ab. Eine Minute und ich fühlte mich direkt wie zu Hause. Ein Bekannter brachte uns dann zu unserer Wohnung, direkt in der Innenstadt an der Sheraton Street. Eine typisch ägyptische Wohnung, für meine Verhältnisse dermaßen hässlich eingerichtet aber nun ja, an sich soweit ganz sauber. Soltan war bereits schon vorher in der Wohnung, auf dem Tisch stand eine Herzkerze und dann drückte er mir einen wunderschönen Blumenstrauß in die Hand. Ich war gerührt, denn letztes Mal kaufte ich eine Kerze, da ich meinte, ich finde das Abends so schön und ich meckerte aus Spaß, wieso er mich nicht mit einem Blumenstrauß empfangen würde. Und ja, so cool wie man(n) dann manchmal tut, es wird sich trotzdem gemerkt.

Ich muss zugeben, ich find ja so ägyptisch eingerichtete Wohnungen zum Kotzen. Die Betten bestehen nur aus einem dünnen Laken und Wolldecke, die Kissen sind meist fürchterlich unbequem und es steht überall Ramsch rum. Auch ist es meist uralt eingerichtet. Der Burner war aber unser Wasserbeuler. Das war im wahrsten Sinne des Wortes ein Burner, denn wenn du warmes Wasser angeschaltet hast, ging in dem Teil eine Flamme auf und hat das Wasser erstmal gekocht. Von daher gab es auch nur heiß und kalt und mit etwas Glück eine Temperatur, die kurz vor dem Verbrühen war.

Ich muss dazu jetzt aber auch sagen, dass ich die Wohnung ja ausgesucht habe, weil sie so günstig war und eben direkt in der Stadt liegt.
Von der Sheraton gibt es hier ein paar Eindrücke für euch:

Ja, Ägypten lebt irgendwie erst bei Nacht, vor allem die Städte. Gut, in den Sommermonaten bleibt den Leuten auch kaum etwas anderes übrig, wer geht schon bei 45 Grad in die Stadt und shoppen? Da würde ich auch den ganzen Tag im Haus bleiben. Oder eben am Meer oder Strand, hehe. Meine Lieblingsorte in Hurghada sind aber definitiv das Restaurant GAD, wo wir immer essen gehen, weil es da so schön günstig ist und auch wirklich lecker und der Hafen "Marina". Dort finde ich es am Tag auch noch schöner als am Abend aber ich bin ja eh mehr so der Tagmensch. Vor allem in Ägypten, weil dann eben weniger überall los ist, ha.

Am Hafen gehen wir am Liebsten ins Restaurant "L'Imperatore" oder ins "Cafe Berlin" (oder so ähnlich), ersteres hat für mich das beste Bruscetta und auch den aller besten Shisha Service, die füllen dir die Kohle echt alle 10 Minuten nach. Dort sitzen wir auch gerne mal am Abend und entspannen ein wenig mit einem schönen Tee oder Kaffee. Übrigens ist es in Ägypten voll Gang und Gebe, dass in jedem Restaurant und jedem Coffee Shop mindestens ein Fernseher hängt. Ja, für Fußball, sagt Soltan, aber ne, da läuft dann auch einfach mal der Spielfilm nebenbei.
An einem Tag haben wir auch einen Strandtag gemacht, direkt an einem kleinen Strand mit deutschem Restaurant neben dem SunRise Holiday Resort. Öffentliche Strände in Hurghada sind nämlich alle kostenpflichtig und dieser ist mit 40LE (2€) pro Person inkl. Auflage und Handtuch echt der Günstigste in unmittelbarer Nähe.

El Gouna

Nun, unsere erste Woche in Hurghada ging vorbei wie Nix und nach 4 Tagen Kairo ging es für uns zurück, direkt nach El Gouna. Wir hatten ja bereits in jedem Urlaub einen Auslug nach El Gouna gemacht und meinte zu Soltan, ich will eine schicke Wohnung und entspannen, am Meer spazieren gehen, vielleicht einen Pool, so richtig Urlaub halt. Gesagt getan, wir buchten (wie immer über Airbnb) eine schöne Wohnung in Water Side, Terrasse zum Pool und Aussicht auf die Lagune, denn El Gouna ist als Hafenstadt so konzipiert, dass überall Nebenläufe und kleinere Lagunen vom Meer abgehen, an denen dann Villen und Apartmenthäuser entlang gebucht wurden. Gut, wir hatten jetzt direkt den Wassersport vor unserer Haustür in der Lagune aber ich wollte auch nicht 100€ die Nacht für eine andere Wohnung bezahlen. Ja, El Gouna ist teuer! Unsere Wohnung hat 220€ für die 4 Tage gekostet und das ist auch schon echt teuer, find ich, aber guuuut, ich musste ja mal wieder meinen Kopf durchsetzen.

Ja, ihr seht richtig, ein richtiges, bequemes Bett! Leute, wie ich mich darauf gefreut habe. Und auch alles modern nach europäischem Standard, ha. Leider kann ich euch jetzt über El Gouna nicht ganz so viel berichten, da wir es 1. meiden in den sau teuren Restaurant zu essen und 2. ich mir direkt am ersten Abend dort so dermaßen dem Magen verdorben habe, dass es schon echt an eine Lebensmittelvergiftung grenzt. Ja, die Hygiene ist in Ägypten nun mal einfach nicht so, wie sie sein sollte. Demnach lag ich 1,5 Tage nur flach und dann sind wir den einen Abend nach Hurghada rein gefahren (Gobus fährt die Strecke alle 15 Minuten, von El Gouna nach Hurghada fährt man ca. 30 Minuten) und haben unsere Eheringe abgeholt, die wir die Woche zuvor in Auftrag gegeben haben. Dazu habe ich auch schon einen extra Post auf meiner Facebook Seite geschrieben:

Um euch ein paar Eindrücke von El Gouna zeigen zu können, hab ich mal meine Kamera mit nach Down Town und an den Hafen genommen. Ich find es traumhaft schön dort aber auch hier gilt: Nachts verwandelt sich El Gouna in eine andere Stadt.

Und schneller als ich gucken konnte, waren die 2 Wochen auch schon wieder vorbei und Soltan und ich gegen 21 Uhr im Bus auf dem Weg nach Hurghada, anschließend im Taxi zum Flughafen. Der Abschied: Wie jedes mal grausam. Eine kurze Umarmung, ein flüchtiger Kuss, schon steigt er wieder ins Taxi und fährt davon, während ich heartbroken meinen Koffer Richtung Eingang ziehe. Er darf ja nicht mit rein, wird alles mit Passkontrolle und anschließender Gepäckkontrolle gecheckt, lange vor dem Flughafen aufhalten darf er sich auch nicht. Oh Ägypten, du und deine Regeln!

Mein Flieger ging um 00:25 Uhr, in 30 Minuten war ich durch alle Sicherheitskontrollen inkl. Check In und Passkontrolle durch. Tja, und dann hatte ich noch über 2 Stunden Wartezeit. Ziemlich ätzend so ganz alleine. Und wieder diese blöde Blicke der anderen Urlauber. Ja, ich war ganz alleine in Ägypten und nein, es war nicht gefährlich! Hach, ihr wisst was ich meine. Den Flug über hab ich gepennt wie ein Stein, kurz vor der Landung war mir mal wieder kotzübel wie immer und um 5:00 Uhr hat mein Papa liebevoll am Terminal gewartet und mich nach Hause gefahren.

Ein Urlaub wie jeder andere und dennoch kommt es mir immer mehr vor, wie ein Traum. Als wäre ich gar nicht wirklich da gewesen. Der Flug nach Ägypten ist fast schon so normal, wie mit dem Zug nach Hannover zu fahren. Wenn ich ehrlich bin, geschieht das im Jahr beides gleichhäufig. Aber ich fühle mich auch wieder so unvollständig, so alleine, als wäre nicht alles von mir mit nach Deutschland gereist. Aber für solch eine Sülzerei ist kein Platz auf meinem Blog, das könnt ihr alles in meinem neuen Buch lesen, wenn es irgendwann mal fertig ist (oder überhaupt erstmal in Produktion, haha).

Ab dem 01.04. beginnt für mich der Arbeitsalltag. Noch bin ich guter Dinge und freue mich richtig drauf. Und schon auf die 3 Wochen, die der KiGa in den Sommerferien schließt, denn dann werde ich wohl für ein letztes Mal alleine nach Ägypten reisen.

Bis dann,
eure Lolo xxx

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